Bundeschampionate: Neues Richtverfahren der Reitpferdeprüfungen
Pferdesport Deutschland passt zum Jahr 2026 die Prüfungen für Reitpferde und Reitponys an. Nach intensiver Abstimmung mit der diesjährigen Richtergruppe und der im Frühjahr einberufenen Arbeitsgruppe verfolgt die Reform ein klares Ziel: die Herausforderung und die Prüfungszeit im Viereck für junge Pferde zu reduzieren und gleichzeitig eine noch alters- und pferdegerechtere Vorstellung der jungen Pferde zu fördern.
Zwei zentrale Änderungen stehen dabei im Fokus. Zum einen wird die Notengebung noch differenzierter, indem die Körperqualität künftig bereits vor der eigentlichen Präsentation unter dem Sattel bewertet wird, kombiniert mit Eindrücken zur Harmonie der Vorstellung und zur Funktionalität des Körperbaus unter dem Sattel. Zum anderen wird das Prüfungsformat insbesondere für dreijährige Reitpferde und Reitponys deutlich reduziert.
Dreijährige Reitpferde und Reitponys absolvieren bei den Al Shira’aa Bundeschampionaten 2026 nur noch eine Reitpferdeprüfung. Ein verpflichtendes Training am Vortag gibt den Reitern die Möglichkeit, die jungen Pferde und Ponys gezielt mit dem Prüfungsviereck vertraut zu machen, und sorgt zugleich für einen ruhigeren, stressärmeren Einstieg in die Turniersituation. Die Notenvergabe bei den drei- und vierjährigen Reitponys und -pferden erfolgt in Zehntelnoten, nicht wie zuletzt in 0,5-Notenschritten.
Vierjährige Reitpferde und Reitponys bleiben im zweistufigen System und qualifizieren sich über eine Reitpferdeprüfung für das Finale. Neu ist, dass die Finalprüfungen bei den Vierjährigen als Dressurpferdeprüfung der Klasse A ausgetragen werden. Für die Finalentscheidung zählt ausschließlich die Note aus der Dressurpferdeprüfung. Bundeschampion wird also, wer die Dressurpferdeprüfung am besten absolviert.
Im Zentrum der Reitpferdeprüfungen bei den Al Shira’aa Bundeschampionaten 2026 steht zudem die neue Bewertungssystematik. Die vier Grundnoten für Schritt, Trab, Galopp und Rittigkeit bleiben bestehen und fließen unverändert mit jeweils 20 Prozent in das Gesamtergebnis ein. Entscheidend neu gestaltet wird die fünfte Note für den Gesamteindruck als Reitpferd. Diese wird künftig aus zwei gleich gewichteten Teilnoten gebildet. Erstmals wird die Körperqualität der Pferde und Ponys vor der Überprüfung unter dem Sattel beurteilt, Die Richter beurteilen hier die Qualität der körperlichen Konstruktion im Hinblick auf die Eignung als Reitpferd beziehungsweise Reitpony. Die zweite Teilnote für den Gesamteindruck als Reitpferd wird bei der Vorstellung unter dem Sattel im Viereck ermittelt. Pferdesport Deutschland/sag