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Ergebnisliste zum Trakehner Hengstmarkt 2019

Körergebnisse Trakehner Hengstmarkt 2019


Der Trakehner Siegerhengst Ferrari Forever

Sonntag, den 10. November 2019

Der Trakehner Siegerhengst ist proklamiert! Der Beste des Jahrgangs 2019 heißt Ferrari Forever v. Helium-Impetus aus der Zucht von Dagobert Vester, Hennef, und im Besitz von Hans-Jörg Gasser aus Österreich. Bevor Zuchtleiter Lars Gehrmann in den Holstenhallen von Neumünster dieses Ergebnis verkündete, fasste Dr. Hans-Peter Karp stellvertretend für die Körkommission die Eindrücke über den aktuellen Jahrgang der Hengste zusammen: „Schon auf dem Pflaster haben wir viele hervorragende Typen mit sehr guten Reitpferdemerkmalen gesehen. Auch das Freispringen  war ein Highlight. Schließlich muss auch ein  Dressurpferd mit seinem Körper umgehen können.“ Und weiter betonte er: „Trakehner genießen internationales hohes Ansehen bei den Vielseitigkeitsreitern. Dafür müssen sie gut galoppieren können. Dass sie es können, haben wir hier in Neumünster gesehen, im Gleichgewicht, kraftvoll und gut auf dem Hinterbein. In der Beurteilung des Schrittes hätten wir uns manchmal etwas mehr Losgelassenheit gewünscht. Hier unser Appell an die Vorbereiter: Weniger ist manchmal mehr.“

Die Karriere des amtierenden Siegerhengstes Ferrari Forever begann auf der Trakehner Fohlenauktion in Hannover 2017. Dort erwarb ihn Hans-Jörg Gasser auf Empfehlung vom Trakehner Kundenbetreuer Erhard Schulte. Die Mutter des Erfolges ist die St.u.Pr.St. For ever, die als Siegerin der zentralen Stuteneintragung und der Staatsprämienschau in Wickrath im Rampenlicht stand. In Neumünster urteilte Lars Gehrmann über den typvollen Schimmel: „Ferrari Forever war der kompletteste Hengst mit herrlicher Silhouette, Adel, Ausdruck, Intelligenz und einem 100-prozentig abgesicherten Pedigree.“ Dagobert Vester züchtet seit über 40 Jahre Pferde, fünf bis sechs Trakehner Stuten finden sich in seiner Zucht. Sohn Tim nahm stellvertretend für seinen Vater die Ehrung entgegen und war überwältig: „Damit hätten wir niemals gerechnet.“ Ferrari Forever stand nicht zum Verkauf und bleibt bei seinem Besitzer Hans-Jörg Gasser, der übrigens auch den Siegerhengst 2018 Kattenau auf der Eliteauktion in Neumünster erwarb.

Zu den Publikumslieblingen zählte der Reservesieger: Taryk v. Lücke-Hirtentanz aus der Zucht und dem Besitz von Gisela Gunia aus Uslar, der außerdem als bester Springhengst ausgezeichnet wurde. „Ein Sympathieträger mit herrlichem Gesicht. Am Sprung eine Klasse für sich verbunden mit Geist und Kraft und nie einem Taktfehler“, lobte Lars Gehrmann den braunen Vollbruder zum amtierenden Trakehner Springpferdechampions Tecumseh. Taryk wechselte über die Auktion für 78.000 Euro in die Besitzergemeinschaft vom Gestüt Elmarshausen und Panker.

Ebenfalls im Lot der Prämienhengste fand sich Karim doré v. Perpignan Noir-Insterburg (Z.: Reinhard Nagel, München, B.: Anton Schindele, Unterthingau). „Ein Hengst mit besonderer Ausstrahlung, beachtlichem Schritt und patent am Sprung“, so Gehrmann. Der täglich vom Publikum frenetisch gefeierte Fuchshengst wurde für 59.000 Euro versteigert. Und außerdem prämiert wurde Kronberg v. Schwarzgold-Latimer (Z.: ZG Schneider/Breithecker, Beselich, Sabine Oberdieck, Wietzenhof). „Ein Monument v. Hengst mit Größe, Schönheit und Ausdrucksstärke. Ein Bergaufpferd mit Komfort und Format“, beschrieb Gehrmann den imposanten Rappen. 50.000 Euro kostete er in der Auktion. Im Schnitt wurden die gekörten Hengste mit 38.083 Euro bezahlt.

+++ Wunderbare Nightingale +++

Trakehner Stuten zählen stets zu den ganz begehrten Offerten des Hengstmarktes. In diesem Jahr war es die bezaubernde Nightingale v. Scaglietti-Interconti aus der Zucht und dem Besitz des Dänen Bente Retoft aus Skibby, die die preisliche Bestmarke setzte. Runde und Runde trabte die schöne, bewegungsstarke Dunkelfuchsstute sicher im Takt und stets mit gespitzten Ohren, als würde sie das Bieterduell ebenfalls gespannt verfolgen. Bei 70.000 Euro ließ Auktionator Rückamp das Rosenholzhämmerchen fallen. Im Durchschnitt wurden die neun Stuten mit 24.278 Euro bezahlt.

18 Fohlen umfasste das Kollektionslot der Jüngsten: Mit 20.000 Euro war Feldstein v. Freiherr von Stein-Amadelio aus der Zucht und dem Besitz von Peter Kunath, Zehren, der Teuerste. Kunden aus Rheinland siegten im Bieterduell um den bewegungsstarken Fuchs.

Der erste Vorsitzende des Trakehner Verbandes, Dr. Nobert Camp, zog eine gute Bilanz unter den 57sten Trakehner Hengstmarkt: „Wir haben tolle Tage mit einem enormen Zuschauerzuspruch erlebt, in besonderer Erinnerung wird uns der Ausbildungsabend mit Ingrid Klimke bleiben. Sie hat ja sogar in der Auktion ein Pferd für ihre Kinder gekauft. Insgesamt müssen wir nun den Hengstmarkt 2019 analysieren und schauen, was wir im nächsten Jahr gegebenenfalls verändern und verbessern werden.“

Im TSF Dressurchampionat siegte Cayenne RS v. Imperio-Kaiserdom (Z.: Hubertus Poll, Hörem, B.: Dr. Roland Böhmisch und Sylvie Bender, Obernzell) mit Ralf Kornprobst im Sattel mit 75, 083 Prozent.


Trakehner Jahressiegerstute Lilli‘s Marlen

Samstag, den 10. November 2019

Beim Trakehner Hengstmarkt in Neumünster wird den besten Stuten der Population eine besondere Bühne geboten. Die Siegerstuten und punkthöchsten Stuten der zentralen Eintragungsplätze 2019 werden traditionell zum großen Jahresfinale in die Holstenhallen eingeladen. Zur Jahressiegerstute avancierte Pr.St. Lilli’s Marlen v. Kentucky-Rheinklang aus der Zucht von Hartmut Gremmes, Jühnde und dem Besitz von Christina Gremmes, Jühnde. Cornelia Back, Leiterin des Bayerischen Haupt- und Landgestüts Schwaiganger und Mitglied der Jury, war von der typstarken Fuchsstute, die auch ihre zentrale Eintragung im Zuchtbezirk Niedersachsen-Hannover gewann, begeistert: „Lilli’s Marlen ist eine überragende Stute mit herrlichen Partien, vielen hervorragenden Reitpferdepartien und einem fantastischen Bewegungsablauf, der locker, schwungvoll und kraftvoll war.“ Als erste Reservesiegerstute wurde die Pr.St. Königin der Nacht ausgezeichnet: Die wunderschöne Rappstute stammt ab v. Ivanhoe-Kostolany und wurde von Ilonka Danowski in Dierstorf gezogen, die sie auch ausstellte. „Eine Stute, hoch im Adel stehend, mit viel weiblichem Ausdruck und sehr guten Grundgangarten“, lautete das Richterurteil. Pr.St. Kasside HS v. Octavian-Lehndorff’S (Z.u.B.: Herbert-Stefan Schümann, Kirchhain) wurde als zweite Reservesiegerstute geehrt.

Ergebnisliste Jahressiegerstute 2019

Und noch eine Spitzenstute:  St.Pr.u.Pr.St. Nahimba
Nach der Auswahl der Jahressiegerstute betrat Henrik Schulze-Rückamp sein Auktionatorenpult und versteigerte die acht Reitpferde und zehn nicht gekörten Hengste. Im Lot der jungen Sportler war die fünfjährige, sportlich bereits erfolgreiche St.Pr.u.Pr.St. Nahimba (Z.: Oliver Rollwage, Sehlde, B.: Valerie Rollwage, Sehlde) bestbezahlt. 28.000 Euro legten Kunden aus Mecklenburg-Vorpommern für die farbenfrohe Schönheit an. Im Schnitt ließ sich die internationale Käuferschaft die Reitpferde 21.000 Euro kosten.

Die zehn nicht gekörten Hengste waren ihren neuen Besitzern durchschnittlich 15.944 Euro wert. Als Preisspitze wurde Emyliano v. Ivanhoe-Kostonlany (Z.: Erhard Gehlhaar, Ehra-Lessien, B.: Antoinette Funck, Ratingen) mit 25.000 Euro gefeiert. Er wird eine Box in Schleswig-Holstein beziehen. Den zweitteuersten nicht gekörten Hengst sicherte sich ein renommierter Trakehner Stall in Westfalen. Für 21.000 Euro wechselte Liebhaber v. Windsor-Key West (Z.: Dieter Drope, Stelle, B.: Hilmar Schmidtke, Wien) den Besitz. Von den insgesamt 18 verauktionierten Trakehner Pferden wechseln drei ins Ausland.


Tag zwei bei der Trakehner Körung

Freitag, den 8. November 2019

Traditionell widmen sich die Trakehner beim internationalen Hengstmarkt in den Holstenhallen von Neumünster an Tag zwei dem Freispringen. 37 junge Körkandidaten traten an, geleitet wird das Freispringen seit vielen Jahren in bewährter Manier von Harm Sievers aus Tasdorf.

Der Trakehner Körkommissar Dr. Hans-Peter Karp urteilte am Ende der Darbietungen: „Wir haben viele hervorragende Hengste gesehen. Die Trakehner haben eine gute Springgenetik und es wäre lohnenswert, diese noch intensiver zu nutzen.“

Der morgige Samstag wird mit dem Freilaufen der zweieinhalbjährigen Hengste eröffnet. Und dann werden die Körurteile verkündet! Zu den weiteren Highlights des Tages zählen die Auswahl der Jahressiegerstute, die Auktion der Reitpferde und nicht gekörten Hengste und als Schlusspunkt die große Galaschau ab 20 Uhr. Dort wird Olympiasiegerin Ingrid Klimke ihren Top-Athleten Parmenides aus dem großen Sport verabschieden – am Samstagmittag gibt sie am Stand des Trakehner Verbandes eine exklusive Autogrammstunde. Dabei zu sein, lohnt sich also.


Die Trakehner Hengste sind da!

Donnerstag, den 7. November 2019

Der internationale Trakehner Hengstmarkt in den Holstenhallen von Neumünster ist mit der ersten Präsentation der Junghengste gestartet. Bei der Pflastermusterung haben die Körkommission angeführt von Zuchtleiter Lars Gehrmann und die aus aller Welt angereisten Gäste die 37 Körkandidaten zum ersten Mal in Augenschein genommen. Der erste Vorsitzende des Trakehner Verbandes, Dr. Norbert Camp, bilanzierte: „Wir haben einen homogenen, sportlich aufgemachten Jahrgang gesehen.“ Körkommissar Elmar Lesch fasste seinen ersten Eindruck über das Lot so zusammen: „Es gibt eine feine Spitze und eine gesunde breite Mittelschicht. Die Hufform und Hufbeschaffenheit der Hengste sind positiv hervorzuheben. Und ich denke, dass sich einige Kandidaten im Laufe der Veranstaltung noch steigern werden.“

Als nächster Punkt im Hengstmarkt-Programm folgte der vierte Trakehner Freispring-Cup, zu dem zehn drei- und vierjährige Sportler antraten. Der international erfolgreiche Vielseitigkeitsreiter Frank Ostholt aus Warendorf und Nationenpreisreiter Thomas Voß aus Schülp beurteilten die Trakehner über dem Sprung: Die Stute Lärchennacht v. Hirtentanz (Z.: Amelie Bothe, Garbsen, B.: Tamila Hesse, Hannover) begeisterte. „Zu dieser Stute kann man dem Züchterhaus nur gratulieren. Wir waren fasziniert, wie athletisch sie durch den Körper gesprungen ist. Sie hat schnelle Reflexe, viel Geist und ist ein hervorragendes Pferd“, fasste Frank Ostholt die Bewertung der Jury zusammen. Eine 9,2 gab es für das Vermögen und eine 9,5 für die Manier (gesamt: 9,35). Und dann kam das letzte Pferd, Ghiacinta K v. Come Close (Z. u .B.: Johannes Kessler, Saulheim). Auch diese Stute setzte sich bestens in Szene: „Ein beeindruckendes Pferd, das wie selbstverständlich seine Aufgaben meisterte. Auch sie erhält von uns eine 9,2 und zwar für die Manier und  eine 9,5 für das Vermögen.“ Nun werden am morgigen Freitag also zwei Top-Sportlerinnen in der großen Siegerehrung  mit Ehrenpreisen ausgezeichnet. Insgesamt ist der Freispring-Cup mit über 2.500 Euro dotiert.

Morgen wird die Trakehner Körung mit dem Freispringen der Hengste um 9 Uhr fortgesetzt. Es folgen die Sattelkörung und das TSF-Dressurchampionat. Großer Abschluss des Tages ist die exklusive Ausbildungsdemonstration von Ingrid Klimke „Vielseitige Grundausbildung mit Cavaletti“ ab 20 Uhr.