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Sunsprite Syrius und Tamie Smith in Fair Hill 2017. Foto von Jenni Autry für Eventingnationa.com

Die große Herbstmeisterschaft in den USA wird traditionell bei den Dutta Corp Fair Hill International Horse Trials ausgerichtet – je einer CCI2* und CCI3* Prüfung, bei der alles was Rang und Namen hat antritt.

2017 waren zwei Trakehner Starter im CCI2* und CCI3* vertreten und beide Pferde sind ihre erste Saison auf diesem Niveau unterwegs.

Einen grandiosen Start-Ziel-Sieg sicherte sich der 9j. Wallach SUNSPRITE SYRIUS *Ps* (v. Titulus *Pb* – Silent Fox xx, Z.: Lori Whitley, B.: Pamela Duffy & Donald Trotter, Sunsprite Warmbloods) mit Tamie Smith im Sattel. Schon in der Dressur setzte das Paar Massstäbe; mit 40,9 Punkten gingen Tamie und ihr Syrius mit fast 9 Punkten Vorsprung auf Luis M und Cornelia Dorr ins Rennen. Die Position gaben die beiden auch nicht mehr ab. Mit einer schnellen und fehlerfreien Geländerunde sowie einer ebenfalls fehlerfreien Runde im abschließenden Parcourspringen blieb es bei 40,9 Punkten – immer noch fast 9 Punkte vor dem schlußendlich Zweitplatzierten Will Coleman mit Off the Record. Syrius, der nach einer Verletzung über 1,5 Jahre pausieren musste, kann bis jetzt auf eine mehr als beeindruckende internationale Karriere verweisen. Nie schlechter als zweitplatziert in allen seinen FEI Auftritten, konnte er 5 FEI Prüfungen gewinnen und hat damit eine in den USA unerreichte Leistung vorzuzeigen. Im Sattel immer Tamie Smith, die im kalifornischen Temecula ihren Standort hat und jedes Jahr die über 4.000 km lange Reise an die Ostküste zurücklegt um ihre Pferde im Wettkampf mit den besten Reitern Nordamerikas zu prüfen.

Im CCI3*, dem schwersten seiner Art in den USA, lieferte der 10j. Wallach TSETSERLEG *Pg* (v. Windfall *Pg* – Buddenbrock, Z.: Dr. Timothy Holekamp, B.: Chris Turner) unter dem US Olympioniken Boyd Martin eine sensationelle Leistung in seinem ersten langen 3* Event. Nach der Dressur noch auf Platz 12 (46,1 Punkte), legte der als „Thomas“ bekannte Wallach eine fehlerfreie, mit ledigleich 1,2 Zeitfehlern bedachte Runde im Gelände hin und blieb im abschließenden Springen ohne Fehler – das bedeutete den 3. Platz! Sein Reiter war nach der Prüfung nur voll des Lobes und bezeichnete den Wallach als „Show Man – zu Hause sieht er nach nichts aus, und dann kommst Du zum Turnier und denkst er ist gerade 10 cm gewachsen und bewegt sich wie Totilas. Dazu kennt er einfach kein Halten im Gelände; ich bin begeistert, wie er sich hier gezeigt hat. Ich glaube, ich habe in neues 4 Sterne Pferd“ gab Boyd Martin zu Prokotoll.

Die beiden Trakehner in Fair Hill verbindet die gemeinsame väterliche Linie (Burnus AAH – Habicht) und Tsetserlegs Vater Windfall stand selber in Fair Hill im Rampenlicht, als er dort die Einzelgoldmedaille bei den Pan Am Games 2003 (CCI3* noch im langen Format) gewann. Eine weitere verwandschaftliche Beziehung zwischen den Stars aus 2017 besteht über eine besonders springbetone Stutenfamilie: die Linie der O156 Trude lieferte nicht nur Tsetserleg, sondern auch den Syrius – Vater Titulus.

Tsetserleg’s Mutter wurde 2004 auf der Stutenauktion in Neumünster entdeckt und ging nach ihrer Zuchtkarriere ebenfalls in Sportlerhände; sie verdient sich ihr Brot heute als erfolgreiches Pferd im Huntersport.