Jubiläumsfeierlichkeiten

Das 275. Jubiläum der Trakehner in deren Heimat, dem ehemaligen Ostpreußen, feiern zu dürfen, hat einen besonderen Reiz. Der jahrelange freundschaftliche Kontakt zwischen der heutigen Schule in Jasnaja Poljana und dem deutschen Trakehner Verband sowie dem Trakehnen Verein ermöglichte im September 2007 eine einmalige Jubiläumsfeier im ehemaligen Hauptgestüt Trakehnen. Am Morgen der Feier stimmten bereits die Anfahrt durch die sechs Kilometer lange Eichenallee und der damit untrennbar verbundene „Mythos Trakehnen“ die Reisegruppe auf die bevorstehenden Ereignisse ein. Nach einer Fahrt durch das Trakehner Jagdgelände und das Vorwerk Bajohrgallen ging es am Hotel Elch vorbei zum ehemaligen Landstallmeisterhaus am „Neuen Hof“, der heutigen Schule von Jasnaja Poljana. Die deutschen Trakehner wurden in russischer Tradition von vier Schülerinnen in ostpreußischer Tracht mit Brot und Salz unter dem berühmten Trakehner Tor begrüßt.

Der Platz vor dem Landstallmeisterhaus war feierlich geschmückt. Auch die zu Hauptgestütszeiten als Reithalle dienende Turnhalle bekam als Festsaal einen besonderen Glanz. Mit gekonnten musikalischen sowie tänzerischen Einlagen beeindruckten die russischen Schüler nicht nur die deutschen Gäste. Die verschiedenen deutschen und russischen Festreden gingen außer auf die Geschichte Trakehnens besonders auf die gewachsene Freundschaft mit der jetzt russischen Schule ein. Neben Verbandspräsidentin Petra Wilm, Zuchtleiter Lars Gehrmann, Klaus Hagen und Dr. Horst Willer, gingen auch die Schulleiterin Elena Sanjuk, Konsul Rudolf Mey, Gestütsbesitzer Konstantin Khaipov sowie die Landrätin Natalia Wiktorowna in ihren Festreden auf die bewegende Geschichte der Trakehner Pferde und deren Heimat ein. Die Verleihung der Freiherr von Schrötter Medaille an den völlig überraschten Klaus Hagen war nicht nur für den Geehrten ein besonders emotionaler Moment. Nach dem Festakt wurde auf dem historischen Platz vor dem Landstallmeisterhaus gefeiert und die weitgereisten Gäste konnten an zahlreichen Ständen eine deftige Gulaschsuppe mit Brot oder neben Zuckerwatte, Kaffe und Bier die köstlichen selbstgemachten russischen Spezialitäten genießen. Ein besonderer Dank ist für die hervorragende Organisation und Gestaltung der Jubiläumsfeier dem zweiten Vorsitzenden des Trakehnenvereins, Herrn Thiel, sowie der russischen Schulleiterin Frau Sanjuk auszusprechen.

Die Feier zum 275sten Geburtstag der Trakehner Pferde wurde in eine neuntägige Rundreise eingebettet, die durch Litauen, Russland und Polen zu den aus Trakehner Sicht wichtigsten Stätten des ehemaligen Ostpreußen führte.

Text und Fotos: Ulrike Sahm