Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und der Hauptverband für Traberzucht e. V. (HVT) haben bei einem gemeinsamen Gespräch mit Bundesminister Alois Rainer ihre Forderung nach einer kurzfristigen Entlastung von Pferdehaltern, Züchtern und Betrieben bekräftigt. Die drei Verbände machten deutlich, dass die Auswirkungen der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) die gesamte Pferdebranche zunehmend belasten. Sowohl die Anzahl der Pferde als auch die der pferdesportlichen Veranstaltungen ist stark zurückgegangen. Ebenso die Zahl der registrierten Züchter und Bedeckungen. Die Rückmeldungen der Zuchtverbände aus der laufenden Zuchtsaison fallen deutlich dramatischer als bisher aus. Die Verbände sehen die teilweise extrem angestiegenen Tierarztkosten als wesentlichen Belastungsfaktor für Pferdehalter und Zuchtbetriebe an.

„Es braucht eine sofortige Entlastungsmaßnahme der Pferdehalter, auch wenn die Evaluierung der GOT noch läuft“, forderte Dr. Klaus Miesner. Gemeinsames Mindestziel der drei Pferdeverbände ist die Aufhebung der Verbindlichkeit der GOT 2022. Darüber hinaus fordern die Verbände: die Abschaffung der Hausbesuchsgebühr sowie ein Bekenntnis zum Pferd als landwirtschaftliches Nutztier, eine transparente Begründungspflicht bei der Anwendung von Mehrfachsätzen, größere Gestaltungsspielräume bei der Rechnungsstellung, beispielsweise durch Pauschalen, Rabatte oder Paketpreise, sowie die gleichwertige Berücksichtigung der Perspektive der Tierhalter im Evaluationsprozess.

Die Verbände sehen kurzfristigen Handlungsbedarf, Bundeslandwirtschaftsminister Rainer teilte gegenüber den Verbänden mit, dass zunächst die Ergebnisse aus der laufenden Evaluierung (Oktober 2026) abgewartet werden müssen, bevor das BMLEH weitere Schritte in Angriff nehmen wird. Pferdesport Deutschland/sag

Vollständiger Text unter https://www.pferdesport-deutschland.de/news/aktuelle-meldungen/verband/geschlossenes-signal-an-die-politik-pferdeverbaende-draengen-auf-schnelle-entlastung-bei-der-got