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Jungzüchter – was machen die eigentlich?
Alle zwei Jahre findet im Rahmen der Nordpferd in den Holstenhallen ein Jungzüchter-Wettbewerb statt, eigentlich. 2019 fand die Messe das erste Mal mit neuen Organisatoren statt, deren Wunsch und Vorschlag es war die Vorstellung der Jungzüchter unbedingt bei zu behalten aber gern etwas anderes als das „Freilaufen nach dem Trakehner-Modell“ mit anschließendem Beurteilen, zu veranstalten.
Gemeinsam mit Claudia Clausnitzer Tewdwr Ponygestuet der Jugendbeauftragten vom Pferdestammbuch Schleswig-Holstein/ Hamburg wurde geplant, festgehalten und dann manches auch doch wieder verworfen. Bestehen blieb die Idee den Besuchern der Nordpferd uns, die Jungzüchter und ihre vielen Facetten vorstellen zu wollen.
Schnell wurde auch klar wie viel Rückhalt die Jungzüchter unter den Züchtern, Delegierten und in ihrem Zuchtbezirk hatte. Egal ob Stute mit Fohlen, Shetland Pony mit sportlichem Haarschnitt oder die „Stimme des Hengstmarktes“. Keine Anfrage wurde abgelehnt. Vielen Dank dafür!
Auch die reitenden Jungzüchter waren schnell gefunden. Die Junioren der Familie Isabell Trepkau – Sophie Therese, Klaas Lennart und Tjark Jannis planten ihre Saison um den Termin, Julius Bendfeldt hielt es nach dem Angebot kaum im Haus, von seinem Auftritt sollte die ganze Familie wissen. Die setzte dann auch alle Hebel in Bewegung und kam mit der ganzen Mannschaft, trotz der Ferienkinder zuhause. Auch die fünfte Reiterin Carlotta Lilli Grotkop legte eine Pause im Lernen für ihr Abitur ein und ritt zum ersten Mal mit Frack in der Holstenhalle.
Am letzten Tag der Messe kamen dann nicht nur Sie, sondern auch 20 weitere Jungzüchter zwischen vier und 24 Jahren in die Holstenhallen um zu zeigen was wir, die Jungzüchter alles können. Wie das so war? Dazu kommen jetzt die Teilnehmer zu Wort:
„Ich bin mit einem Pony durch die Halle gelaufen, dass hieß Toffee! Das hat Spaß gemacht! Da waren auch andere, große Jungzüchter. Die sind erst in der Halle gewesen, mit einer Mama und ihrem Fohlen. Ein paar sind auch geritten.“ Lena Kühl 4 Jahre Kathrin Kühl
„Ich fand an der Nordpferd besonders schön, dass ich viele neue Jungzüchter kennenlernen durfte und dadurch einen sehr schönen Tag hatte.
Aber natürlich hatte ich auch sehr viel Spaß an dem Schaubild, also der eigentlichen Aktion der Jungzüchter.
Das gespielte Beurteilen des Fohlens am Anfang war besonders lustig, da bei dem was wir untereinander besprochen haben, nicht immer Sinnvolles bei rumkam. Außerdem war es ein guter Start in das Schaubild, meiner Meinung nach, da man dabei definitiv nichts falsch machen konnte.
Auch die reitenden Jungzüchter zu beobachten war wirklich super: tolle Reiter mit tollen Pferden, sprich es war einfach schön zuzuschauen.
Danach kam für mich der spannendste und aufregendste Teil des Schaubildes: Die gespielte Auktion des Shettys.
Zuerst muss ich sagen, dass ich die Idee sehr toll fand, eine Auktion nach zu Spielen und ein Shetty für 2 Mio. Euro zu verkaufen. Allerdings konnte ich mich kaum auf die „Auktion“ konzentrieren, da ich sehr aufgeregt in diesem Augenblick war und daraufhin fieberte, endlich mit dem Shetty eine kleine Runde laufen zu dürfen. Als ich dann lief, war es einfach nur toll, auch wenn das Shetty ein bisschen dickköpfig war, was in diesem Fall aber nicht schlimm war, sondern vermutlich eher lustig für die Zuschauer.
Auch die kleine Ehrenrunde am Ende war noch mal schön.
Insgesamt war es also sehr lehrreich und aufregend, sodass ich am Ende auf jeden Fall sehr froh war, dass ich dabei sein konnte.“ Leonora Pentzin 14 Jahre
„Bei der Nordpferd 2019 haben wir, Jungzüchter vom Trakehnerverband, ein Schaubild aufgeführt. Ziel war es, die Aufgaben eines Jungzüchters deutlich zu machen. Zunächst wurde an einem Beispiel das Vormustern und beurteilen gezeigt. Davon habe ich allerdings eher wenig mitbekommen, da ich im zweiten Teil des Schaubildes den aktuellen Trainingsstand von meinem Trakehnerwallach Goldberg und mir präsentieren durfte. Schon die Tage davor habe ich mir Gedanken gemacht, wie Goldberg wohl mit der Atmosphäre der Halle umgehen würde. Doch wie ich es nicht anders von ihm gewohnt bin, blieb er ruhig und war sehr konzentriert auf meine Hilfen. Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung an diesem Tag und es hat sehr viel Spaß gemacht dort reiten zu dürfen.“ Carlotta Lilli Grotkop 18 Jahre
Insgesamt war es ein tolles Schaubild bei dem jeder Einzelne viel zu dessen gelingen beigetragen hat, vielen Dank allen beteiligten Jungzüchtern, Eltern und Schlachtenbummlern.

Bild von Malte Kühl