Free-Jump-Cup

7. TRAKEHNER FREISPRINGCUP 2022

Die Trakehner-Turniersport-Gemeinschaft (TTG) veranstaltet auch im Jahr 2022 einen Freispringwettbewerb für 3- und 4-jährige Stuten, Wallache und nicht gekörte Hengste. Der Freispringcup in Neumünster ist erneut mit einem Preisgeld von mind. 2500 Euro dotiert. An alle Besitzer der in Neumünster teilnehmenden Pferde werden Ehren- und Geldpreise ausgeschüttet.

Für die Teilnahme am Freispringcup ist eine vorherige Qualifikation erforderlich.  Auch in diesem Jahr bestehen verschiedene Qualifikationsmöglichkeiten zur Teilnahme am Freispringcup in den Holstenhallen. Springveranlagte Youngster können im Rahmen der Zentralen Stuteneintragungen sowie auf regionalen Freispringwettbewerben (z.B. am 23.04 in Gordemitz, sowie am 15.04 in Hörstein) vorgestellt werden.

Anmeldeformular zum Trakehner Freispringcup 2022

Die Termine der Qualifikationen sind nun über das Gläserne Stutbuch einseh- und nennbar.

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RÜCKBLICK AUF DEN 6. TRAKEHNER FREISPRINGCUP 2021

INTERNATIONALE FLUGSCHAU

SF OBLIVION v. Adorator (Foto: Stefan Lafrentz)

Für den hochdotierten 6. Trakehner Freispringcup hatten sich die zwölf besten drei- und vierjährigen Trakehner qualifiziert und das erstmal mit internationaler Beteiligung.

Die Richter, Championatsreiter Andreas Ostholt und Körkommissar Elmar Lesch, sahen nach einer Reihe ansprechender Vorstellungen den dreijährigen Wallach SF OBLIVION v. Adorator-Phlox mit der Gesamtnote 9,1 und der Not 9,4 für das Vermögen vorn. „Ein ganz modernes Pferd, das voll in der Entwicklung steht“, kommentierte Ostholt. „Der Ablauf am Sprung, Reflexe und Abdruck sind überzeugend, dazu kommt satt Vermögen.“ Seine Züchter und Besitzer, Simone und Frank Schönbeck aus Neunkirchen, setzen mit ihrer exklusiven kleinen Trakehner Zucht ganz auf Springgenetik und Top-Interieur. Sie waren bereits mit fünf Nachwuchstalenten im Freispring-Cup dabei – mit SF Oblivion, der im Besitz von Brigit Rybski aus Köln steht, gelang jetzt erstmals der Sieg.

Platz zwei erreichte die vierjährige AMOURETTE v. Cadeau-Hirtentanz (Z.: Manfred Junkert, B: BG Fass-Schmittbender) mit der Gesamtnote 8,9, die ebenfalls die Note 9,4 für ihr Vermögen erhielt. Ihre Besitzer stellten zudem die selbstgezogene ANOU v. Phlox-Heimherr aus, die sich seit dem Vorjahr schön entwickelt hat und abermals ihr Talent unter Beweis stellte. Insgesamt lobten die Richter einen sehr guten Jahrgang. Im Ablauf war man zum Modus von 2019 und den Vorjahren zurückgekehrt: Die Pferde betraten und verließen die Halle an der langen Seite und an der kurzen Seite war auf die Videoleinwand verzichtet worden. Platz drei ging mit der Gesamtnote 8,85 an die dreijährige FÜNFLINDEN v. Arizonas-Sapad, von Jaroslav Müller in Tschechien gezogen und ausgestellt von Cornelia Hörtlackner aus Österreich. Die selbstbewusste Stute erhielt mit der Wertnote 9,5 die Tagesbestnote für das Vermögen.

Zum Trakehner Freispringcup gehören die „Herbst-Pferde“ aus der Zucht von Familie Bendfeldt, Schürsdorf und die präsentierte aktuell mit HERBSTWIND einen Sohn des Kros a.d. Herbstsonne v. Heops. Herbstsonne hatte 2017 ihren Sohn Herbstmond v. Elfado und 2019 Herbsttraum v. Hirtentanz gestellt. 2019 war Herbstmelodie v. Alle Inclusive und 2020 Herbstblume v. Davidas, zwei Töchter der Herbstsonne v. Hirtentanz vertreten – und alle garantieren stets neben ihrem Talent am Sprung auch ausgezeichnete Rittigkeit. Zwei Nachkommen einer Mutter – im Vorjahr eine Premiere der Stute Peu á Peu v. Kasparow-Bajar ShA – das schaff te 2021 die von Georg Pleister gezogene Chica P v. Herbstbach, die mit CIRA AMORA v. Sir Oliver und CASSIOPAYA PS v. Berlusconi eine beeindruckende Visitenkarte ihrer Vererbungskraft lieferte.

Nicht weniger beeindrucken war die Präsenz des bewährten Springvererbers Phlox, der mit zwei direkten Nachkommen und einem Enkel vertreten war. Hochinteressant war die Präsenz osteuropäischer Blutlinien in den vorderen Generationen. Neben Adorator und Kros waren Hipoida und Arizonas als Väter, waren Apogej, Heops, Saganek AA, Sapad sowie der in Deutschland gezogene, aber in Litauen beheimatete Eisfreund als Mutterväter vertreten.


RÜCKBLICK AUF DEN 5. TRAKEHNER FREISPRINGCUP 2020

TALENTE IM FLUG – KIBO AUS PANKER IST DER STRAHLENDE SIEGER

KIBO v. Saint Cyr (Foto: Stefan Lafrentz)

Elf junge Trakehner Springtalente, die sich bei Qualifikationen im ganzen Bundesgebiet empfehlen konnten, traten am Hengstmarkt-Donnerstag zum Trakehner Freispring-Cup an.

Erneut hatten die Sponsoren den Cup großzügig ausgestattet und das diesjährige Einzugsgebiet reichte von Passau bis Panker. Als Richter fungierten in diesem Jahr erstmals nicht ein Duo aus Busch- und Springreitern, sondern zwei Koryphäen des Holsteiner Verbandes: Harm Sievers und Roland Metz kommentierten und bewerteten die Vorstellungen für das Publikum in der Halle und zu Hause an den Bildschirmen und ermittelten am Ende Sieger und Platzierte.

Der Sieger KIBO v. Saint Cyr kommt aus dem Gestüt Panker und bewies einmal mehr die zeitlos moderne Vererbungskraft der Hämelschenburger Hengst. Ähnlich wie sein populärer Sohn High Motion, der vor zwei Jahren den besten Springhengst stellte, gibt auch Saint Cyr das Talent seines Vaters Kostolany am Sprung weiter. Zweite wurde die Davidas-Tochter PAIHIA mit einem halben Punkt Abstand, die ihre Aufgabe fokussiert und ohne jegliche Unsicherheit zelebrierte. Im diesjährigen Starterfeld legten nicht nur drei Davidas-Nachkommen Ehre für ihren Vater ein, sondern auch ein ganz besonderer Hengst rückte posthum noch einmal ins Rampenlicht: Bajar ShA., der seinerzeitige “Springgarant des Nordens”, war mit drei Urenkeln vertreten. Seine Enkelin Pr.u.E.St. Peu á Peu v. Kasparow a.d. E.St.Patricia v. Bajar ShA. (Z.: Hans-Wilhelm Bunte, Hoffeld) schickte nicht nur ihre vierjährige Tochter Paihia, ihr erstes Fohlen nach zehn gesunden Jahren im Sport bis Klasse M, sondern auch den dreijährigen POLARIS v. Adorator, der bereits ansprechend mit seinem großen Rahmen umzugehen vermochte und auf Rang fünf ebenfalls eine Top-Platzierung erreichte! Das hat vor ihr noch keine Stute geschafft – zwei Nachkommen in einem Freispring-Jahrgang und beide hochplatziert. Der sportlich aufgemachte Polaris wechselte als Absetzer über die Trakehner Fohlen-Initiative zu Michael Schneider, Alsfeld, wo er vorbildlich aufgezogen wurde und jetzt eine sportliche Laufbahn anstrebt. Nach dem gekörten INFINITY im Vorjahr ist Polaris ein weiterer Kandidat der Fohleninitiative, der bei der ersten offiziellen „Abfrage“ überdurchschnittliche Veranlagung beweisen konnte.

Die unter Ulrich Buschmann im Parcours erfolgreiche Candy AA v. Bazar ShA. v. Bajar war mit ihrer Davidas-Tochter CAROLINE vertreten, die ebenfalls Bajar in der dritten Generation führt und von der ZG Buschmann-Bruhne aus Linthe ausgestellt wurde. Kein Hengstmarkt ohne Hirtentanz, auch wenn der Trakehner Springvererber seit einem Jahr die Sonne Floridas bei seinem neuen Besitzer genießen darf. Der drittplatzierte USARIO (Z.: Pia Elger, Tiefental, B.: Jessica Kling, Grünstadt) war einer der drei direkten Nachkommen des Hengstes im Freispring-Cup, dazu kamen UNAMIEGO (Z.u.B.: Nicole Volkmann, Blegern) und die mit außergewöhnlichem Vermögen ausgestattete OKA’SHOA (Z.u.B.: Eduard Pfister, CH-St. Gallen). Als Muttervater firmierte er zudem im Pedigree der Davidas-Tochter HERBSTBLUME aus der bewährten Zucht von Christoph Bendfeldt, Schürsdorf. Mit je einem Nachkommen waren auch die Hengste Donauabend, Icare d‘Olympe AA, Perpignan Noir und Phlox im fünften Freispring-Cup vertreten.

Ein Dank geht an die Veranstalter, die Richter und besonders an die Sponsoren. Dieser Wettkampf ist eine Chance, junge Springtalente zu zeigen, bevor sie Parcoursreife erreicht haben und hat sich als attraktiver Programmpunkt des Trakehner Hengstmarktes etabliert, der unbedingt Fortsetzung verdient.