Jürgen Hanke

Abschied von Jürgen Hanke

In der Nacht zum 4. März 2018 erlag Herr Jürgen Hanke, Hameln, im Alter von 74 Jahren seinem Krebsleiden.

Der Trakehner Verband und die vom Verstorbenen so geliebte wie gelebte „Trakehner Familie“ trauern mit seiner Ehefrau Gina und Sohn Björn.

Jürgen Hanke hat für das Trakehner Pferd gelebt, mit jeder Faser seines Herzens und mit einer manchmal schier unglaublichen Tatkraft. Er war ein Visionär für alle Trakehner Belange, er konnte die Menschen begeistern und mitreißen.
Jürgen Hanke liebte das offene Wort. Damit hat er in mehr als 37 Jahren ehrenamtlichen Einsatzes nicht nur hochgesteckte Ziele erreicht, sondern auch unzählige zwischenmenschliche Wogen geglättet. Seine Ziele galten lebenslang dem Trakehner Pferd.
Obwohl selbst mit der gesamten Familie erfolgreicher Züchter – neben dem unvergessenen Caprimond entstammen weitere sieben gekörte Hengste dem Zuchtstall Hanke – stand in seiner ehrenamtlichen Arbeit nie die eigene Zucht im Vordergrund. Hanke plante und kämpfte stets für den Trakehner Verband, seine Mitglieder, für das Trakehner Pferd als Kulturgut und Sportpartner.

Seit 1981 unablässig im Ehrenamt, war Jürgen Hanke 19 Jahre lang Vorsitzender seines Zuchtbezirks Niedersachsen-Hannover und zehn Jahre Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des Trakehner Verbandes. Das Trakehner Bundesturnier in Hannover wurde durch seine Vision und Tatkraft seit 2005 zu einem Erfolgsmodell sondergleichen. Die sommerliche Trakehner Großveranstaltung stemmte er mit einem eingeschworenen Team und konnte dafür nicht nur Helfer und Reiter begeistern, sondern vor allem auch die Sponsoren. „Mr. Bundesturnier“ erwies sich als Fund-Raiser der Sonderklasse, war Gründungsmitglied und bis zu seinem Tod Vorstand der Trakehner-Turniersport-Gemeinschaft (TTG). Jürgen Hanke war Ehrenmitglied des Trakehner Verbandes (2017), Träger der Goldenen Ehrennadel (2012), der Goldenen Ehrennadel mit Brillant (2016), des Dietrich-von-Lenski-Kattenau-Gedächtnispreises und der Freiherr-von-Schrötter-Medaille (1996).

Auch im Angesicht von Ämtern und Erfolgen hat Jürgen Hanke nie den Bezug zur Basis verloren. Kader- oder Freizeitreiter, VIPs oder Jungzüchter … er hat allen zugehört, war für alle erreichbar und offen für ihre Sorgen und Ideen. Dieser im besten Sinne selbstlose Einsatz war nur möglich mit der Frau an seiner Seite und das wusste er nur zu gut. Sein Dank galt stets seiner Ehefrau Gina. Ihr sei versprochen: wir werden Jürgen Hanke nicht vergessen. Aber er wird uns entsetzlich fehlen …


Wir sind in Gedanken bei seiner Familie und verneigen uns vor dem Andenken an Jürgen Hanke.