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Termine | Hengstmarkt

54. Internationaler Trakehner Hengstmarkt 2016

20. bis 23. Oktober 2016
Neumünster / Holstenhalle

» Auktionsergebnis (pdf)
» Jahressiegerstuten Ergebnis 2016 (pdf)
» Körergebnis (pdf)

Hengstmarkt-Trailer

Aktuelle Pferdekollektion in Fotos und Videos:
Hengste - Reitpferde - Stuten - Fohlen

His Moment von Millennium ist Siegerhengst 2016

His Moment von Millennium aus der Hermine von Le Rouge ist der Siegerhengst der Trakehner Körung 2016 in den Holstenhallen Neumünster. Der smarte dunkelbraune Hengst aus der Zucht von Christian Röhl (Stendal) und dem Besitz des Konsortiums „His Moment“ (Schäplitz) glänzte über vier Tage mit Bewegungsqualität, Souveränität und dem ganz und gar unverfälschten Typ. Soviel Qualität hat ihren Preis und der lag bei der Auktion dann bei genau 200.000 Euro. Bei dieser Summe erfolgte der Zuschlag und das Gebot kam von Udo Wagner für den dänischen Dressurreiter Andreas Helgstrand. His Moment wird also „Däne“!
Dem Siegerhengst attestierte die Körkommission einen jederzeit überzeugenden Auftritt unter seinen 35 Mitbewerbern. „Dazu kommt ein Pedigree der Extraklasse“, so Zuchtleiter Lars Gehrmann, „Mutter und Grußmütter verkörpern diese Spitzenklasse. His Moments Vollschwester Heavenly Brown war hier im vergangenen Jahr bereits Jahressiegerstute. Dieser Erfolg und jetzt Siegerhengst, viel mehr kann man in so kurzer Zeit als Züchter kaum erreichen.“ Den Siegerhengst, der nun nach Dänemark verkauft wurde, erwarb als Fohlen ein Besitzerkonsortium im Rahmen der Fohlenauktion beim Trakehner Bundesturnier. Schon zum dritten Mal war dieser Besitzergemeinschaft, zu der das Trakehner Gestüt Panker, das Gestüt Hämelschenburg, der Züchter Christian Röhl und das Trakehner Gestüt Schäplitz zählen, damit ein Erfolg beschieden.

Reservesieger bezauberte alle
Reservesieger des Trakehner Hengstmarktes wurde der Schimmel Zauberreigen von Rheinklang aus der Zauberglück von Interconti. Züchterin und Besitzerin dieses jungen Hengstes, dessen Bewegungsfreude, Leichtigkeit und Frische an allen Tagen beeindruckte, ist Dr. Elke Söchtig (Elmarshausen). „Ein Hengst, der Adel und Trakehner Flair verkörpert, ein hochsympathisches Pferd mit einem hochinteressanten Pedigree“, so Lars Gehrmann in seiner Kommentierung. Diesen Hengst sicherte sich in der anschließenden Auktion das Gut Staffelde bei Berlin für 125.000 Euro.

Zweitteuerstes Pferd der Hengstauktion wurde der gekörte schwarzbraune Speedway von Schwarzgold aus der Shahira von Anduc. Für den Hengst aus der Zucht von Udo Schmittberger (Schotten/ Hessen) und dem Besitz des Gestütes Hörstein (Alzenau) mußten 170.000 Euro bezahlt werden.

Drei Prämienhengste
Neben dem Siegerhengst und dem Reservesieger wurden drei Trakehner Hengste prämiert. Herzensbrecher von Rufflan Reef xx aus der Herzensglück von Imperio wurde gleichzeitig als bester Halbbluthengst ausgezeichnet. Bereits beim ZSAA gekört, zeigte sich ein Hengst mit Rahmen und Bedeutung „ein Halbblüter wie man ihn sich nur wünschen kann, an dem man Maß nehmen kann als Züchter“ unterstrich Gehrmann. Herzensbrecher stammt aus der Zucht und dem Besitz von Stephanie Herken-Wendt (Majenfelde). Mit High Five von Saint Cyr aus der Hanna von Summertime wurde ein rechter Bruder des einstigen Reservesiegers High Motion gekört und prämiert. High Five stammt aus der Zucht von Luise Bredemeier (Petershagen). Eine weitere Prämie vergab die Körkommission für In Step von Schwarzgold aus der Freude von Buddenbrock. Züchter ist Hans-Joachim Scharffetter (Schwanewede), der den braunen Jüngling über die Bundesturnier-Auktion in Hannover an das Hofgut Rosenau im hessischen Dreieich veräußerte. Lars Gehrmann: „Ein Hengst mit einem guten sportlichen Überguß mit stabilem Fundament und Format.“

Auktionsergebnis der gekörten Hengste
Von den 13 gekörten Hengsten wurden neun versteigert und erzielten einen Gesamterlös von 741.000 Euro. Der Durchschnittspreis betrug 82.333 Euro. Ein Ergebnis, das unter dem Wert des Vorjahres (119.500 Euro Durchschnitt) liegt, der in 2015 aber auch durch den Rekordpreis von 340.000 Euro für Perpignan Noir beeinflusst wurde. „Wir können nicht erwarten, jedes Jahr Hengste für 300.000 Euro und mehr zu verkaufen,“ unterstrich Lars Gehrmann, „das wäre vermessen“.

Gute Stutenauktion
Begehrlichkeit erzeugte die feine Stutenkollektion des Trakehner Hengstmarktes. Preisspitze dieser Auktion war eine schwarzbraune Schönheit namens Ambiente. Die vier Jahre alte Tochter von Oliver Twist aus der Aguilera von Hofrat wurde für 42.000 Euro nach Berlin verkauft. Ambiente stammt aus der Zucht des Gestütes Heinen-Issum. Mit 40.000 Euro war Königsehre von Interconti aus der Königsfee III von Tambour die zweitteuerste Stute. Die feine Schimmelstute aus der Zucht und dem Besitz von Dr. Elke Söchtig (Elmarshausen) wurde nach Niedersachsen verkauft. Die Auktion der Stuten endete mit einem Gesamtergebnis von 257.500 Euro und einem Durchschnittspreis von 23.409 Euro (15.568 in 2015).

Das Waisenfohlen Konstantin - kostete 80.000 Euro
Die Geschichte des teuersten Fohlens des Trakehner Hengstmarktes 2016 klingt wie ein Märchen: Konstantin von Millennium - für 80.000 Euro verauktioniert - ist ein Waisenfohlen, kam am 26. April zur Welt und verlor acht Wochen später seine Mutter Kalinowska. Damit begann eine Zeit der Sorge und des Wartens für die Züchterin Ines Eisold aus Ahrensfelde vor den Toren Berlins. Sie, Christoph Richters, die ganze Familie Eisold mühten sich um das Hengstfohlen - nur: Konstantin nahm keine Ersatzmilch, es fand sich keine Amme und schließlich versuchten Eisold und Richters ernährungstechnisch alles was geht. „Der hat jeden und jede angewiehert, der war von Anfang an ein Kämpfer“, so Richters, den nach dem Rekordgebot bei der Auktion die Rührung überkam. Glücklicher neuer Besitzer des teuersten Hengstfohlens der Auktion ist das Hofgut Rosenau der Familie Nolte in Dreieich. Carl Cuypers, belgischer Dressurreiter und Geschäftsführer des Hofgutes Rosenau, und die Züchterfamilie stießen gemeinsam erstmal mit Sekt auf Konstantin an, um dann gleich alle Details über Mutterlinien, Aufzucht und Trakehner im allgemeinen auszutauschen. „Eigentlich wollten wir nicht so hoch gehen…“ lachte Cuypers, aber Anna Nolte habe ihn ermutigt weiter zu bieten. Nolte trainiert mit Cuypers, hat internationale Erfolge im Dressurviereck und bekam im Dezember 2015 in Frankfurt beim Festhallen Reitturnier das Goldene Reitabzeichen verliehen. Insgesamt elf Fohlen wurden für 160.000 Euro beim Trakehner Hengstmarkt verkauft. Der Durchschnittspreis kletterte auf 14.545 Euro (8.045 Euro in 2015).

Vapiano wird Preisspitze bei den Reitpferden
Preisspitze der Reitpferde war mit 70.000 Euro der vier Jahre alte Trakehner Reitpferdechampion Vapiano von Kentucky-Easy Game. Der gekörte Fuchshengst aus dem Besitz von Roswitha Beckmann und Martina Timm wurde nach Niedersachsen veräußert. Der zehn Jahre alte Trakehner Wallach Puerto Rico von Donaufischer-Kostolany wechselte für 50.000 Euro den Besitzer. Zwei Reitpferde fielen aus, so das sechs Auktionspferde für insgesamt 193.000 Euro verkauft wurden. Der Durchschnittspreis beträgt 32.166 Euro (26.781 Euro 2015). Nur wenige Stunden nach Bekanntgabe der Körergebnisse wurden bereits die nicht nicht gekörten Trakehner Junghengste verauktioniert, von denen 18 verkäuflich waren. Den Spitzenpreis von 30.000 Euro erzielte der braune Skyjacker von Sixtus-Cadeau aus dem Gestüt Hörstein. Neben Käufern aus Deutschland erwarben auch Investoren aus der Schweiz, Kanada, Russland, Dänemark und den USA nicht gekörte junge Trakehner Hengste. Der Erlös aus dieser Auktion beträgt 252.000 Euro, der Durchschnittspreis 14.000 Euro (13.791 in 2015).

Pretty Woman - Kosima ist die Trakehner Jahressiegerstute
Die Staatsprämienstute Kosima von Schwarzgold ist die Jahressiegerstute der Trakehner Zucht. Die elegante und bewegungsstarke Tochter des Schwarzgold aus der Kontadina von Oliver Twist begeisterte die Kommission mit Charme, drei großartigen Grundgangarten, Anmut und hervorragenden Partien. „Eine Traumstute“, so Dr. Matthias Görbert (Moritzburg), Matthias Werner und Joop van Uytert, die 2016 die Auswahl der Jahressiegerstute vornahmen. Züchterin der noblen Stute ist Alexandra Gräfin Dohna aus Bispingen, eine der erfahrensten Trakehner Züchterinnen. Sie ist gemeinsam mit der US-Amerikanerin Margaret McGregor auch Besitzerin der Stute. Gräfin Dohna wurde im Rahmen der Siegerehrung mit der Goldmedaille der Deutschen Reiterlichen Vereinigung für besondere Leistungen in der Pferdezucht durch FN-Vorstandmitglied Petra Wilm ausgezeichnet. Reservesiegerin wurde Esperia von Schwarzgold aus der Espritta von Schwadroneur. „Es war letzten Endes der etwas bessere Schritt von Kosima, der den Ausschlag gab“, so Joop van Uytert. Esperia begeisterte mit ihrer Bewegung, zeigte sich im Trab sehr sehr gut - so Uytert. Esperia ist die Siegerstute des Zuchtbezirks Bayern, stammt aus der Zucht des Dänen Erik Jörgensen und gehört dem Österreicher Dominik Hartl, der sich riesig über den Erfolg freute. Die zweite Reservesiegerin ist die Staatsprämienstute Herbstlicht von Ovaro-Schiffon. Herbstlicht war bereits Siegerstute des Zuchtbezirks Schleswig-Holstein/ Hamburg und stammt aus der Zucht und dem Besitz des Hofs Heitholm in Melsdorf.

Fotoimpressionen

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